Erstes Langendernbacher Kinderkonzert

Musikalischer Start in die Sommerferien

Seit Monaten fiebern die Nachwuchsmusiker des Musikvereins Langendernbach 1909 e.V. auf diesen Tag hin. Kaum eine Kursstunde verging ohne Probenarbeit oder die Frage "Ist es bald soweit?". Am Samstag, 1. Juli 2017, war es dann endlich Zeit für das erste Langendernbacher Kinderkonzert. Ein ganz besonderes Konzert - gestaltet von Kindern für Kinder. Gemeinsam mit dem Jugendarbeitsteam des Musikvereins haben die Jungmusiker ein kunterbuntes Programm gestaltet, das alle Zuhörer erstaunte.

Ein großes Sommerfest im Pfarrgarten Langendernbach sollte es sein - ein fantastisches Konzert in der Pfarrkirche St. Matthias wurde es schließlich. Der Wettergott war den Musikerinnen und Musikern nicht wohlgesonnen, aber die Pfarrgemeinde unterstützte unkompliziert und spontan die Jugendarbeit im Musikverein und stellte statt Pfarrgarten Kirche und Pfarrhaus zur Verfügung, auch die örtliche Bücherei öffnete ihre frisch renovierten Räume für eine Instrumentenausstellung.

Das Kinderkonzert eröffnete zur Verwunderung einiger im Publikum der Musikverein selbst. Aber dies hatte, wie die erste Vorsitzende Tanja Fritz erklärte, einen ganz besonderen Grund: Die Jungmusiker hatten sich ganz besondere Stücke von den "Großen" gewünscht. "Winnetou und Old Shatterhand" als musikalische Helden der Jungs, "Highlights from Frozen" (Musik aus dem Film "Die Eiskönigin" für die Mädels. Schließlich macht man im Musikverein nicht nur "Dicke-Backe-Musik". Auch "Ding-a-Dong" präsentierten die Musikerinnen und Musiker des großen Orchesters unter der Leitung von Dirigent Marco Heibel und da wurden manche Kinderaugen riesengroß, denn der Musikverein kann nicht nur Musik machen, sondern hat auch gleich seinen eigenen Tanz mitgebracht. Zahlreiche Register waren nicht wie sonst versteckt, sondern ausnahmsweise im Stehen zu bewundern. Das stieß auf großen Applaus bei den Kleinsten.

Anschließend übernahm der musikalische Nachwuchs die Regie. Jungmusiker Mika Urban bedankte sich bei den Erwachsenen für tolle Musik und freute sich schon auf's Mitspielen in ein paar Jahren. Jugendsprecherin Kira Jung berichtete aus dem musikalischen Alltag mit den jüngsten Vereinsmitgliedern, die seit September letzten Jahres gemeinsam üben. Oskar Schäfer begrüßte dann die Musikalische Früherziehung mit dem "Körperteil-Blues" und selbstgebauten Gitarren. Die jüngsten Musikerinnen und Musiker zeigten mit Unterstützung von Alexandra Bröder, Kira Jung und Stephanie Kundermann, was in ihnen steckt: Abrocken auf den Gitarren, lauthals singen und ein toller Tanz rissen das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Als Belohnung für ihre Abenteuerlust und Erinnerung an die schöne Zeit in der Musikalischen Früherziehung erhielten die Kinder aus den Händen von Tanja Fritz und Jugendsprecherin Stephanie Kundermann echte Urkunden und Erinnerungsfotos.

Ferdi Heep verriet dem Publikum, dass auch der BodyPercussion-Kurs seinen Körper schon richtig gut kennt. Gemeinsam mit seinen Musikfreunden wurde dann das BodyPercussion-Stück "Mein Körper, der klingt einfach super!" präsentiert. Unglaublich, welch schöne Musik man mit dem eigenen Körper machen kann. Langanhaltender Applaus belohnte die Kinder für ihre Mühen. Jungmusikerin Eva Steidl kündigte sogleich das nächste Highlight im Konzertprogramm an: Das vierstimmige Stück "BodyPercussion 4 Beginners" versetzte die Gäste in großes Staunen. Unter der Leitung von Kira Jung gelang es den Nachwuchstalenten mit Klatschen, Stampfen, Schnipsen und Schnalzen ein komplettes Stück aufzuführen - ohne Instrumente!

Kira Jung nutzte die Gelegenheit, um für die neuen Kurse nach den Sommerferien zu werben. Musikalische Früherziehung, BodyPercussion-Kurs und Flötengruppe werden wieder angeboten. Der BodyPercussion-Kurs 2016/2017 verteilte sofort Flyer im Publikum, um Nachfolger zu gewinnen. Dass Musik Spaß macht, war ja längst bewiesen. Tim Schneider, Gast aus Helferskirchen und Klarinettenschüler von Kira Jung, zeigte anschließend mit dem "Prärie-Song" und dem Volkslied "Es bläst der Jäger wohl in sein Horn", was man in etwas mehr als zwei Jahren Instrumentalunterricht alles lernen kann. Für die Langendernbacher Jungmusiker ein großer Ansporn, sich auch weiterhin der Musik zu verschreiben.

Der letzte Vortrag des BodyPercussion-Kurses bezog auch das Publikum mit ein. "Der Löwe schläft heut' Nacht" präsentierten die Kinder mit Boomwhackers und Gesang. Sinja Diehl machte deutlich "Mitsingen erlaubt!" und das ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen. Aus voller Kehle wurde mitgesungen, sodass die ganze Pfarrkirche in rhythmischen Klängen erstrahlte. Begeisterte Gäste und stolze Jungmusiker zeigten, dass dies eine gelungene Überraschung war. Auch der BodyPercussion-Kurs erhielt von Tanja Fritz und Stephanie Kundermann Urkunden als Erinnerung an ein abwechslungsreiches Jahr.

Nicht wenige Musiker schauten erstaunt, als einige von ihnen auf die Bühne geholt wurden. Die Kinder der Musikalischen Früherziehung und des BodyPercussion-Kurses bedankten sich bei Gerhard Bill mit dem flauschigen Flügelhorn, Martina Schenk mit der Klarinette aus Leder und Diamanten, Tibor Jung mit der mitwachsenden Posaune und Benny Holly, den der Nachwuchs im Vereinslokal „Wäller Stuben“ besucht haben, um das Schlagzeug zu bewundern. Die vier Vereinsmitglieder hatten nämlich mit ihren Instrumenten die Kinder besucht, um das Vereinsleben und die Instrumente vorzustellen. Von mutigen Jungmusikern aus der Musikalischen Früherziehung erhielten die großen Musiker Bilder von ihren Besuchen als Erinnerung.

Zum Schluss zeigten die Kinder der Bläserklasse aus Helferskirchen - (O-Ton aus der Konzertvorbereitung: "Wenn die Großen immer Gastvereine haben, wollen wir auch einen!") - ihr Können. Unter der Leitung von Philipp Hebgen präsentierten die jungen Instrumentalisten "Prologue", "Now I'm a Believer", "YMCA" und "Eye of the Tiger". Auch der Musikverein Langendernbach plant die Eröffnung eines Jugendorchesters. Interessierte Jungmusiker, die mindestens ein halbes Jahr ihr Instrument lernen, können sich bei den Jugendsprecherinnen Stephanie Kundermann und Kira Jung melden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Nach getaner Arbeit gab es für den musikalischen Nachwuchs noch ein besonderes Schmankerl: In der Bücherei gegenüber der Pfarrkirche warteten viele Instrumente zum Ausprobieren auf die Kinder. Nach Herzenslust und mit Feuereifer wurden große und kleine, hohe und tiefe Instrumente ausprobiert. "Mama, ich will das spielen!" und "Papa, können wir so eins kaufen?" waren wahrscheinlich die häufigsten Sätze des Tages. Unentschlossene Mamas, Papas, Omas und Opas durften sich wie alle anderen Gäste des Kinderkonzerts auch im Pfarrsaal bei Kaffee und Kuchen stärken und den in aller Ruhe über den Instrumentenkauf nachdenken.

Ein rundum gelungener Abschluss des musikalischen Jahres der Jungmusiker und ein perfekter Start in die Sommerferien! Wiederholung im nächsten Jahr...

Ein Instrument auf Besuch IV

Mit dem Schlagzeug im Vereinslokal

Am Montag, 29. Mai 2017, stand den Kindern der Musikalischen Früherziehung und des BodyPercussion-Kurses eine ganz besondere Musikstunde bevor. Seit Wochen schon fieberten die Nachwuchsmusiker auf diesen Tag hin. Bereits drei Mal war ein Musiker aus dem Musikverein Langendernbach 1909 e.V. in der Musikalischen Früherziehung zu Besuch. Diesmal wurden die Kinder selbst zu Besuchern. Im Vereinslokal "Wäller Stuben" wartete Schlagzeuger Benny im sommerlich grünen Vereinspolo auf die Jungmusiker.

Begeistert vom echten Proberaum der "Großen" und den schier unendlichen Möglichkeiten des Schlagwerks fragten die Kinder Benny Löcher in den Bauch. "Klingt das Schlagzeug laut?" (Ja.), "Hast du ein Dreieck, das "bing" macht?" (Eine Triangel). "Wie klingt die Trommel mit dem Musikvereinbild?" (Tief.) Der musikalische Nachwuchs zeigte sich vielseitig interessiert. Und nachdem alle die dicke Trommel "für's Laufen", das Schlagzeug "wenn es laut sein muss" und die Pauken "bong-bong" ausprobiert hatten - manche lauter, andere lieber etwas leiser - war klar: "Ich werde Schlagzeuger!" Benny kann sich also in den nächsten Jahren über genügend Schlagwerker freuen.

Flügelhornist Gerhard, heute als Ersatzmann für Gruppenleiterin Alex dabei, ergriff sogleich die Gelegenheit und fragte die Kinder sofort, wer denn später das Flügelhornregister unterstützen möchte. Doch auch da konnten die Jungmusiker für Trost sorgen: "Ich werde auch noch Flügelhornspieler!". Zum Abschluss schenkte Benny den Kindern noch ein Schlagzeugausmalbild, dass natürlich sofort bunt gestaltet wurde.

Nach so viel Arbeit hielten die Musiker noch eine besondere Überraschung bereit: Vereinswirtin Mira servierte wie in der echten Musikvereinprobe ein gut gekühltes Wasser. Und so ging die allererste Musikstunde im echten Vereinslokal des Musikvereins Langendernbach 1909 e.V. vergnüglich zu Ende.

Ein Instrument auf Besuch II

Klarinettistin Martina besucht den musikalischen Nachwuchs

Im zweiten Themenblock haben sich die Jungmusiker der Musikalischen Früherziehung mit Musik im Alltag beschäftigt. Gemeinsam haben sie gelernt, dass Instrumente laut und leise, hoch und tief, schnell und langsam sein können. Klarinettistin Martina zeigte den neugierigen Kindern, dass die Klarinette all das kann. Das Lied "Der Kuckuck und der Esel" wurde gemeinsam gespielt und gesungen. Martina lobte die Kinder für ihre Textsicherheit und den tollen Gesang.

Dass der Nachwuchs den Musikverein gut kennt, wurde schon beim Gerhards Besuch mit dem Flügelhorn bewiesen. Auch das Klarinettenregister ist den "Kleinen" bestens bekannt: Sechs Mädchen und zwei Männer - "einer ohne Haare und einer mit Bart" - spielen das Instrument, über dessen Beschaffenheit sich die Gruppe nicht ganz einig war. Leder mit Kristallen war der Favorit, aber Martina musste die Jungmusiker enttäuschen: Die Klarinette besteht leider nur aus Holz und Metallklappen. Nachdem jeder die Klarinette einmal anfassen durfte, stellten die Jungs und Mädels fest, dass Martina leider recht hat. Beruhigend war allerdings, dass die Klarinette laut und leise spielen kann, aber "nicht so laut wie Gerhards Flügelhorn, weil das, wo die Töne rauskommen, kleiner ist". Die Klarinettisten in der ersten Reihe des Musikvereins haben bestimmt einen guten Ausblick auf den Dirigent, überlegten die Kinder. Martina freute sich über so viel Neugier und Wissen beim musikalischen Nachwuchs.

Zum Abschluss schenkte Martina den Jungmusikern noch ein Ausmalbild mit den Holzblasinstrumenten des Musikvereins und war erstaunt, dass die jüngsten Vereinsmitglieder auch über Querflöte und Saxophon Bescheid wussten.

Ein Instrument auf Besuch III

Posaunist Tibor besucht die Musikalische Früherziehung

Die Kinder der Musikalischen Früherziehung machten große Augen, als Tibor seinen riesigen Posaunenkoffer mit zur Musikstunde brachte. Das bisher größte Instrument auf Besuch sorgte für erstaunte Gesichter. Gemeinsam konnte der musikalische Nachwuchs des Vereins aber auch den Besucher überraschen.

Die Jungmusiker kannten sich gut mit einem der tiefsten Instrumente des Vereins aus. Dass die Posaune besonders laut sein und sehr tiefe Töne erzeugen kann, beeindruckte die Jungs und Mädels sichtlich. Tibor zeigte seine Posaune auch in Aktion und spielte "Kommt ein Vogel geflogen", was die textsicheren Nachwuchsmusiker aus Leibeskräften mit Gesang begleiteten. Danach beantwortete der Posaunist viele Fragen ("Muss man groß sein, um Posaune zu spielen?", "Kannst du auch leise spielen?", "Ist die Posaune schwer?"). Als erfahrene Konzertbesucher des Musikvereins wussten die Kinder, dass die Posaunen "hinten neben" im Orchester zu finden sind. Nur die genaue Anzahl der Posaunisten konnte bis zum Schluss leider nicht geklärt werden. Denn während Tibor behauptete, es spielen nur drei Musiker Posaune im Verein (er selbst, Dominik und Alexandra), waren die Kinder überzeugt, dass auch noch Linas Mama (auch Alexandra Zwinkernd) Posaunistin ist.

Dass die Posaune aus Blech besteht, war hingegen schnell geklärt - schließlich ist sie ja ein tiefes Blechblasinstrument. Dazu gehören außerdem noch die große Tuba und die etwas kleineren Tenorhörner, wie die Kinder Tibor zu berichten wussten. Zum Abschluss durften sich die Nachwuchsmusiker noch einmal neben die Posaune stellen, um zu testen, ob sie schon groß genug für dieses Instrument sind. Tibor schenkte den Kindern noch ein Ausmalbild mit allen tiefen Blechblasinstrumenten, welches begeistert ausgemalt wurde.

Das grüne Vereins-Polo zählt übrigens neben den vielen (Ehren-)Nadeln von Flügelhornist Gerhard zum neuen "Etappenziel" der Jungmusiker. Denn: "Nur wenn man richtig gut und cool ist, kann man im Musikverein ein grünes T-Shirt haben."

Ein Instrument auf Besuch I

Flügelhornist Gerhard besucht die Musikalische Früherziehung

Zum Abschluss des ersten Themenblocks der Musikalischen Früherziehung erwartete die Jungen und Mädchen der Musikalischen Früherziehung eine ganz besondere Überraschung. Flügelhornist und 1. Vorsitzender Gerhard Bill kam zu Besuch und stellte sein Instrument vor. Schnell war klar, dass die Jungmusiker schon sehr gut Bescheid wissen. Nicht nur der Name des Instruments stand schnell fest, auch der Sitzplatz der Musiker im Musikverein ("Die sitzen in der zweiten Reihe außen und in der Mitte, weil das so viele sind.") wurde von den jüngsten Vereinsmitgliedern gefunden.

Gerhard präsentierte sein Flügelhorn selbstverständlich auch in Aktion: Gemeinsam mit den Kindern spielte er "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" und bemerkte, dass die Jungs und Mädels auch sehr textsicher sind. Viele Fragen wurden beantwortet ("Wie lange spielst du schon?", "Ist das Flügelhorn teuer?", "Welche Instrumente spielst du noch?") und natürlich durften die Jungmusiker das Flügelhorn auch einmal anfassen. Über die Beschaffenheit des Instruments waren sich nicht alle Kinder einig: Von "glatt und rutschig" über "kalt und hart" bis "flauschig und warm" waren nahezu alle Eigenschaften dabei. Nur über die Lautstärke des Flügelhorns kamen die Kinder mit Gerhard über ein: "Ein Flügelhorn klingt laut und weich." Gemeinsam wurde noch das Lied "Lasst uns froh und munter sein" gespielt und gesungen, damit alle bestens auf die bevorstehende Weihnachtszeit vorbereitet sind.

Anschließend zeigt Gerhard noch seine Uniformjacke und versprach, dass alle Jungmusiker, die im Musikverein mitspielen werden, auch eine Jacke bekommen. Besonders die vielen Ehrennadeln und Pins faszinierten die Kinder und ließen hochgesteckte Ziele erkennen ("Wenn ich groß bin, will ich auch so viele Orden haben."). Gerhard schenkte den Jungs und Mädels der Früherziehung noch ein Ausmalbild mit hohen Blechblasinstrumenten, auf dem neben dem Flügelhorn auch die Trompete und das Waldhorn zu sehen waren.