Winterwanderung 2017

Das Wandern ist des Musikanten Lust

Die Aktiven des Musikvereins setzten ihre guten Vorsätze für das neue Jahr gleich in der ersten Januarwoche in die Tat um: Mit Feuereifer starteten die Musikerinnen und Musiker in die Vorbereitungen für das Jahreskonzert in der ersten Probe des Jahres. Gemeinsam mit dem Musikverein Helferskirchen 1976 e.V. präsentieren die Aktiven unter der Leitung von Dirigent Marco Heibel ihr musikalisches Können.

Am Samstag, 7. Januar 2017, trafen sich die wanderfreudigen Musikerinnen und Musiker am Alten Schmiedeplatz in Langendernbach. Der Vorstand hatte das Motto "Pflege der wirtschaftlichen Beziehungen" ausgerufen und so zogen die Wanderer hochmotiviert bei eisigen Temperaturen in Richtung Gemünden los. Nach einer Rutschpartie über Berg und Tal kamen freuten sich alle über den warmen Ofen und gut gekühltes Bier bei Hordel in Gemünden. Die leckere und gut gefüllte Vesperplatte mit gut geräuchertem Schinken und frischem Brot wärmte die Musikerinnen und Musiker und machte sie fit für die zweite Etappe der Wanderung. Der Aufbruch nach Irmtraut zur Wirtin unseres Vertrauens Doris Henrich erfolgte ebenso motiviert wie der Start am Morgen. Durch die Höhen des Westerwaldes fiel der Weg leicht und die schneebedeckten Bäume brachten die Musikerinnen und Musiker in romantische Stimmung - "Winter Wonderland" vom Feinsten. Doris bedachte die durstigen Wanderer großzügig mit Kaltgetränken und Knabbereien, sodass sich die letzte Etappe der Wanderung nach Langendernbach zu unseren Vereinswirten Mira und Theo in den "Wäller Stuben" etwas verzögerte. Regen, Kälte und Blitzeis konnten den Aktiven jedoch nichts anhaben, sodass alle wohlbehalten im gut geheizten Vereinslokal eintrafen. Während Theo uns mit heißem Tee und kühlem Bier versorgte, zauberte Mira allerhand leckere Gerichte auf die Teller der hungrigen Wanderer. Der Tag fand einen gelungenen Abschluss.

    

    

107 Jahre Musikverein

Fulminante Geburtstagsfeier des Musikvereins

107 Jahre Musikverein - 107 Jahre Filmmusik

Stehende Ovationen und laute "Zugabe!"-Rufe verabschiedeten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Langendernbach 1909 e.V. auf dem Böhmischen Frühschoppen in ihren wohlverdienten Sonntagabend. Viele Monate Probenarbeit, viele Wochen Planung und viele Tage Vorbereitungen gipfelten am letzten Oktoberwochenende im Jahreskonzert "107 Jahre Musikverein - 107 Jahre Filmmusik" und im zweiten Böhmischen Frühschoppen.

Am Samstagabend wurde erstmals in der 107-jährigen Vereinsgeschichte ein Mottokonzert veranstaltet, welches die Gäste in Staunen versetzte. Der stimmungsvolle Sektempfang wurde von Vitus Jung auf dem Klavier begleitet. Zu sanften Pianoklängen konnten alte Filmaufnahmen aus der Vergangenheit des Vereins bewundert werden. Ein rundum gelungener Auftakt für ein echtes Filmkonzert.

Das Konzert wurde von den jüngsten Vereinsmitgliedern eröffnet, die seit Anfang September gemeinsam mit Jugendsprecherin Kira Jung die Welt der Musik kennenlernen und auf dem Jahreskonzert ihren allerersten Auftritt hatten. Mit tatkräftiger Unterstützung von Alexandra Wagner, Sabrina Neidig, Stephanie Kundermann und Anna-Cathérine Fröhlich tanzten und sangen die Kinder der Musikalischen Früherziehung "Hin und her". Für den tollen Vortrag der Kleinsten gab es viel Applaus. Der BodyPercussion-Kurs animierte das Publikum zum Mitsingen. Gemeinsam wurden die eingängigen Rhythmen aus "Der Löwe schläft heut' Nacht" zum Klingen gebracht. Die großen Musikerinnen und Musiker sangen lauthals mit und Stephanie Kundermann, Anna-Cathérine Fröhlich, Jonas Wagner und Philipp Kitz griffen selbst zu den Boomwhackers. Sichtlich stolz genossen die Jungmusiker dann ihren ersten Beifall. Anschließend zeigte der Blockflötenkurs sein ganzes Können. Die Stücke "Schneck' im Haus", "Liebe Henne" und "Der Kuckuck" wurden hervorragend geflötet und vom Publikum bejubelt. Moderatorin und 2. Vorsitzende Tanja Fritz lobte die jungen Talente für ihren erfolgreichen ersten Auftritt und hieß sie in der Vereinsfamilie willkommen. Zur Belohnung gab es Gummibärchen für alle. Gemeinsam lauschten die Kinder in der ersten Reihe anschließend den Stücken des Musikvereins. Dabei hielt es sie kaum auf den Sitzen und so wurde bei fast jedem Stück mitgeklatscht und mitgetanzt.

Unter der Leitung von Marco Heibel präsentierte der Musikverein Filmmusik aus den letzten 107 Jahren. Gemeinsam wurde in Erinnerungen geschwelgt, gelacht und geträumt, geklatscht und gesungen. Das Eröffnungsstück "Tonfilm-Erinnerungen", ein Medley aus bekannten Stücken der ersten Tonfilme im Arrangement von Hans-Joachim Rhinow, animierte das Publikum sofort zum Mitsingen: Ein Freund, ein guter Freund, das ist das schönste, was es gibt auf der Welt...! Dieser Hit darf sicherlich als geheimes Motto des Musikvereins gelten, denn gemeinsam als Freundeskreis und Vereinsfamilie stemmten die Musikerinnen und Musiker nicht nur den musikalischen Teil des Konzerts, sondern erstellten auch Filmplakate zu den Konzertstücken. "Die drei von der Tankstelle" Guido Wagner, Michael Wagner, Jonas Wagner und Benny Holly passten perfekt in die Zeit der 1930er Jahre. Der Film "Der dritte Mann" aus dem Jahr 1949 und die zugehörige Zither Ballade "Harry-Lime-Theme" von Anton Karas sorgten am Konzertabend für eher ungewöhnliche Klänge, wurden vom Publikum aber umso mehr gelobt. Vitus Jung war als vereinseigener dritter Mann auf dem Plakat zu sehen. Auf vertrauten Pfaden bewegten sich die Musikerinnen und Musiker mit dem "Deutschmeister-Regiments-Marsch" von Wilhelm August Jurek - auch dort sang und klatschte das Publikum begeistert mit. Tanja Fritz und Gerhard Bill standen Romy Schneider und Siegfried Breuer aus dem gleichnamigen Film in nichts nach. Was gibt es schließlich unterhaltsameres als einen zünftigen Marsch? Auch "Die Fischerin vom Bodensee" Vanessa Wagner konnte die textsicheren Zuhörer nicht in Verlegenheit bringen. Ein interaktives Konzert also, das Musiker und Gäste gleichermaßen zu Akteuren machte.

Der "Colonel Bogey March" von Walter Tuschla aus dem Film "Die Brücke am Kwai" hielt ein besonderes Schmankerl bereit: Die Musikerinnen und Musiker zeigten nicht nur ihr Können auf den Instrumenten, sondern auch ihre Stimmen, die sich durchaus hören lassen können. Das Filmplakat zu "Die Brücke am Elbbach" wurde vom Trompetenregister gestaltet. Carsten Form als Winnetou und Dominik Bill als Old Shatterhand eroberten anschließend zu den Klängen von Martin Böttchers "Winnetou & Old Shatterhand" die Weiten der Langendernbacher Prärie. Ein eingängiges Stück, das viele Gäste in Kindheitserinnerungen schwelgen ließ. Doch ausruhen konnten sich die Musiker nicht, war doch bei "Miss Marples Theme" von Ron Goodwin Fingerfertigkeit in allen Registern gefragt. Schnelle Läufe und gewagte Sprünge in allen Stimmen machten die Verfolgungsjagden der alten Dame, dargestellt von Sabrina Neidig, greifbar. Nicht nur die Musikerinnen und Musiker waren anschließend außer Atem. "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" (Ron Goodwin) aus dem Flügelhornregister legten sich für ihren Lieblingsmarsch so richtig in Zeug - der Fliegerwettstreit konnte hautnah miterlebt werden. Carsten Form und Jörg Wagner gaben als Mechaniker für ihren Piloten Gerhard Bill alles. Kurz vor der Pause servierte Philipp Kitz als ausgeschlafener Bursche das Frühstück - denn: "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung". Das Publikum schunkelte zu dem bekannten Klassiker von James Last begeistert mit. Ein besonderes Stück Filmmusik präsentierten der Musikverein zum Abschluss der ersten Hälfte: "The Lady Caliph" von Ennio Morricone mit Tibor Jung und Alexandra Bröder in den Hauptrollen und Philipp Kitz am Soloeuphonium riss die Gäste von ihren Plätzen.

Nach der Pause ging die filmische Zeitreise in die wilden Siebziger. Vor allem die Klarinetten und Flöten des Vereins zeigten, dass sie die Hippie-Zeiten noch längst nicht hinter sich gelassen haben, und präsentierten gemeinsam mit ihren Musikfreunden eine Auswahl aus dem Musicalfilm Hair. Die Musikerinnen und Musiker spielten sich auch ohne illegale Substanzen in einen Rausch und erfreuten das Publikum mit bekannten Hits wie "Hare Krishna" und "Let the sunshine in". Michael Wagner und Sascha Kirch wurden vom Kreismusikverband Westerwald für 20 Jahre aktives Mittun im Musikverein geehrt, Guido Wagner, Jörg Wagner und Rainer Weck unterstützen das musikalische Dorfleben seit nunmehr 40 Jahren und der 1. Vorsitzende Gerhard Bill darf auf 50 Jahre Musik mit Freunden zurückschauen. Anschließend sorgten Vitus Jung an der Solotrompete und Tanja Fritz als Bette Midler mit der Ballade "The Rose" für romantische Stimmung im Langendernbacher Kinosaal. Die Serie "Fackeln im Sturm" und das zugehörige Stück "North and South" lockten in den 1980er Jahren viele Zuschauer vor die Fernsehgeräte und im Jahr 2016 unseren Wilsenroth-Import Jan Kundermann und seine Klarinettistin Stephanie in die Südstaaten. Für sein Lieblingsstück "Backdraft" von Masato Myokoin traute sich Jan sogar alleine vor die Kamera und warf sich als Feuerwehrmann in die Flammen von New York. Etwas weniger dramatisch, aber nicht weniger aufregend ist die Geschichte von Simba aus "The Lion King". Musikalisch wurde die Reise von Junglöwe Quintus Form erzählt, der nach vielen Abenteuer zum König der Tiere wird.

Rocky Bernd Hörter leitete mit "Gonny Fly Now" die letzte Runde des kurzweiligen Abends ein. Die Boxerlegende hielt im Jahr 2006 die Kinozuschauer in Atem und im Jahr 2016 vor allem das Trompeten- und Flügelhornregister. Mit den Filmmelodien aus "Frozen" waren Publikum und Musiker in der Gegenwart angekommen. Die Geschichte um Eiskönigin Anna-Cathérine Fröhlich, Prinzessin Tanja Fritz, Schneemann Stephanie Kundermann und Rentier Bruno war vor allem den jüngeren Gästen ein Begriff. Somit ist dem Musikverein einmal mehr gelungen, die Generationen zu verbinden. Wie in einem echten Kinofilm darf auch in einem echten Filmkonzert der Abspann nicht fehlen. Mit "Moviestar" von Harpo verabschiedeten sich die Musikerinnen und Musiker von ihren Publikum, das sich mit langem Applaus, "Bravo!"-Rufen und den Forderungen nach einer Zugabe für einen wundervollen Abend mit 107 Jahren Filmgeschichte bedankte. Selbstverständlich kam der Verein der Bitte seiner treuen Fans nach und beendete den Abend mit "The winner takes it all" von Abba und einem wunderschönen Plakat der Langendernbacher Neugründung der schwedischen Popgruppe.

Das rundum erfolgreiche und gelungene Konzert wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Musikerinnen und Musiker, Gäste, Helfer und Zugereiste ließen den Musikverein hochleben und feierten einen perfekten Kinoabend.

Mehr Konzertbilder finden Sie hier. Die Filmplakate "made by MVLangendernbach" finden Sie hier.

Böhmischer Frühschoppen

Wie macht man aus einem romantischen Kinosaal ein zünftiges Oktoberfestzelt? Der vereinseigenen Dekofee Alexandra Bröder gelang es am Sonntagvormittag, ihre Musikerkollegen nach einer durchzechten Konzertnacht zu wahren Meisterwerken zu inspirieren. Gemeinsam gelang es den Aktiven des Musikvereins, innerhalb von zwei Stunden das Ohrenkino in einen herbstlichen Festplatz zu verwandeln, sodass pünktlich um 11:00 Uhr mit der Sonne über Langendernbach die Gäste des Böhmischen Frühschoppens in der Mehrzweckhalle begrüßt werden konnten. Es duftete köstlich nach böhmischem Gulasch und bayrischer Schwammerlsoße, die goldene Oktobersonne leuchtete durch die Fenster und das heimische Bier war gut gekühlt – einem gelungenen Frühschoppen stand also nichts mehr im Wege.

Dirigent Marco Heibel, 2. Vorsitzende und Moderatorin Tanja Fritz und Trinkspruchbeauftragter Carsten Form führten mit Witz und Geschick durch das musikalische Programm. Polkas, Märsche und Walzer zum Mitsingen, Mitklatschen und Mitschunkeln hatten die Musikerinnen und Musiker im Gepäck. Das Publikum war ebenso gut aufgelegt wie die Aktiven, um den 107. Geburtstag des Musikvereins noch einmal zünftig zu feiern. Bernd Tögel und Udo Jung sangen mit viel Freude und Charme „Wo der Wildbach rauscht“, „Fliege mit mir in die Heimat“, „Auf der Vogelwiese“ und viele andere schöne Lieder, unterstützt von den engagierten Gästen an der Mundorgel. Für die kleinen Verschnaufpausen hatten sich die Musiker besondere Schmankerl einfallen lassen: Mithilfe von Gedichten, verfasst von Ehrenmitglied Karl-Josef Weber zum 95. Geburtstag des Vereins, stellten die Musikerinnen und Musiker ihre Vereinskameraden vor. Flügelhornist Carsten präsentierte die Jungs und Mädels an den Klarinetten, Trompeter Vitus stellte die Wagner-Bässe Guido und Michael vor. Die Saxophone wurden von Schlagzeuger Benny ins rechte Licht gerückt und Flötistin Tanja machte das Publikum mit den Posaunen bekannt. Saxophonistin Kira zeigte Trompeten und Flügelhörner, Bassist Guido durfte das international besetzte Tenorhornregister präsentieren. Tenorhornist Reiner stellte die Querflöten vor, Klarinettist Udo die Schlagzeuger. Den Abschluss bildeten Posaunist Dominik, der das Hornregister in Szene setzte, und Tanja, die unseren Dirigenten Marco Heibel auf keinen Fall vergessen wollte.

Der 107. Vereinsgeburtstag war ein voller Erfolg und so wurde aus dem böhmischen Frühschoppen ein Langendernbacher Ganztagsschoppen, der viele Besucher und Musikanten glücklich machen konnte.

Bilder vom Böhmischen Frühschoppen finden Sie hier.

Der Musikverein Langendernbach 1909 e.V. bedankt sich für das Festwochenende anlässlich seines 107. Vereinsgeburtstages ganz herzlich bei…

♫     ...den Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Langendernbach, des LCV, der Schadonnees und der Engel07 für die Bewirtungen und zahlreichen Thekendienste.

♫     …Sabrina Neidig, Anne Voß und Laura Helsper für die Kinderbetreuung.

♫     …der SOKO Konzert Tanja Fritz, Benny Holly, Guido Wagner, Bernd Tögel und Vitus Jung für die perfekte Planung.

♫     …Dirigent Marco Heibel für viele Nerven und sehr gute Vorbereitung auf Konzert und Frühschoppen.

♫     …Benny Holly für die Gestaltung der Plakate und alle technischen Belange.

♫     …Tanja Fritz für die grandiose Moderation.

♫     …den Kindern der Musikalischen Früherziehung, des BodyPercussion-Kurses und der Blockflötengruppe für ein tolles erstes Konzert.

♫     …den Komponisten, Regisseuren und Schauspielern für wundervolle Filmmusik.

 

 

 

Jahresausflug 2016

Do legst di nieda!

Musikverein auf großer Fahrt in Bayern

Koffer, Instrumente, Jacken, Noten, Proviant - auf dem Bürgersteig zum Vereinslokal "Wäller Stuben" ist kein Durchkommen mehr. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker, passive Mitglieder und Freunde des Musikvereins Langendernbach 1909 e.V. haben sich am Donnerstag, 6. Oktober 2016, in aller Herrgottsfrühe getroffen, um gemeinsam ins schöne Bayern zu reisen. Fast pünktlich um 5:34 Uhr ist das Gepäck verstaut, jeder hat einen bequemen Platz gefunden und alle Reisenden sind bereit, sich den Ortskenntnissen von Busfahrer Andreas anzuvertrauen. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Bäckerei Ott in Oberzeuzheim - schließlich muss das heimische Backwerk zur Verpflegung ins ferne Bayern mitgenommen werden - geht die Fahrt gen Süden. Der fehlende Schlaf wird im hochmodernen Reisebus nachgeholt und frisch ausgeruht gehen die Musikanten ihrer zweitliebsten Beschäftigung nach: Posaunist Tibor zeigt sein Talent als Servicekraft und verpflegt die durstigen Musiker liebevoll während der gesamten Fahrt mit Getränken alles Art. Die erste Rast findet gefühlt in heimischen Gefilden statt, denn der Vorstand hat für leckeren selbstgebackenen Kuchen, Fleischwurst von Metzger Ferdi Heep und frischen Brötchen für beste Westerwälder Speisen in der Ferne gesorgt. Während der Fahrt werden schon einmal die Stimmen geölt: Da die Instrumente im Gepäckraum verstaut sind, singen die Musikerinnen, Musiker und ihre Gäste kurzerhand stimmungsvolle Polkas und Märsche. Auch dabei bleibt jeder seinem Instrument treu und singt die Melodie, die im eigenen Notentext steht.

Kurz nach der Mittagszeit wird das Zwischenziel in Waldkraiburg erreicht. Dort wartet nicht nur Klarinettist Bernd auf die Reisenden, sondern eine interessante Führung durch die Firma Miraphone. In zwei Gruppen kann der Bau von Tuben, Posaunen, Baritonen, Tenorhörnern, Euphonien, Trompeten und Flügelhörnern verfolgt und bestaumt werden. Während die Holzbläser feststellen, dass es ganz sicher nur Flügelhörner mit drei Ventilen gibt, verstehen die Blechbläser plötzlich den Preis ihrer Instrumente. Viel Handarbeit - Fingergeschick ebenso wie Muskelkraft - sind notwendig, um formvollendete Blechblasinstrumente herzustellen. Die Mitarbeiter, die die beiden Gruppen durch die Produktion führen, beantworten jede Frage und erklären mit viel Geduld alle Details. Seine bayrische Herkunft leugnet besonders einer der beiden nicht und so ist der Schnellkurs "Bayrisch für Musiker" im Programm enthalten. Wir erfahren, wie Schoallstickerl hergestellt werden, und dass bei Miraphone momentan vier Lehrbuam und ein Lehrdirndl ihre Ausbildung machen. Der Versuch von Dirigent Marco, dem jungen Mann einige Instrumente für den Vereinsgebrauch abzuschwatzen, führt zu aberwitzigen Vorschlägen, um das firmeneigene Sicherheitssystem zu umgehen. Vom Rausfeilen der Seriennummer über den Ausgang durch das Fenster bis zum Einschleusen eines Instrumententesters werden alle Ideen heiß diskutiert und dann doch wieder verworfen. Schließlich werden die Musiker auf der Bühne gebraucht... Zum Abschluss erhält die Reisegruppe noch interessante Informationen zur Firmengeschichte, Miraphone feiert im Jahr 2016 sein siebzigstes Jubiläum. Im Schauraum von Miraphone werden schließlich noch fleißig Trompeten und Posaunen ausprobiert bis der Kaffeedurst überhand nimmt. Nach einem Gruppenfoto, auf das tatsächlich alle Mitreisenden und einige Instrumente passen, geht die Fahrt weiter. Auf einer landschaftlich reizvollen Route entlang des Inn bringt uns Busfahrer Andreas zielsicher nach Bayrischzell in das Hotel zur Post (http://www.zur-post-bayrischzell.de/).

Die Zimmerverteilung geht dank bester Organisation von Seiten des Hotels so schnell vonstatten, dass die Reisenden schon bald in den gemütlichen Teil des Tages starten können. Ein leckeres Drei-Gänge-Menü bildet den Auftakt zum ersten Abend im Hotel. Eine heiße Griesnockerlsuppe, Schweinebraten mit Jägersoße und Kasspatzn und Bayrische Topfencreme mit Beeren machen die Musiker und ihre Fans satt und glücklich. Gut gekühltes Bier aus dem schönen Bayern macht das gemeinsame Abendessen noch schmackhafter. Nach dem Essen wird in das Bräustüberl des Hotels umgezogen, wo der Abend bei Bier, Gesang und guter Stimmung ausklingt.

Am Freitag, 7. Oktober 2016, startet der Tag deutlich gemütlicher als der Anreisetag. Nach einem nahrhaften bayrischen Frühstück geht die Fahrt gegen 10:00 Uhr nach Bad Wiessee. Auf dem Weg dorthin wurden die wanderfreudigen passiven und aktiven Vereinsmitglieder unter der professionellen Führung von Klarinettist Bernd in der bayrischen Wildnis ausgesetzt, mit dem Ziel die Alpen zu überqueren. Gemeinsam machen sich die Wagemutigen auf eine leichte Tour zum Tegernsee. Der Rest der Reisegruppe verbringt den Tag gemütlich rund um den Tegernsee, besucht die Orte Bad Wiessee, Rottach-Egern und Tegernsee und bewundert vom Wasser aus die - etwas neblige - Aussicht auf die Alpen. In kleinen Grüppchen werden Cafés, Trachtengeschäfte und Brauhäuser unsicher gemacht und die wunderschönen Uferbereiche erkundet. Von der Wandergruppe gibt es dank neuer Medien auch im Tagesverlauf immer wieder bildliche Lebenszeichen. Am späten Nachmittag sind die Wanderer zurück - müde und erschöpft, aber mindestens genauso glücklich und stolz, dass sie ohne größere Verluste die doch nicht so leichte Wanderung geschafft haben. Im Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee (https://www.braustuberl.de/) erholen die Wanderer sich bei guten Brauhausbier und deftigen Gerichten von ihrer Tour durch die Berge und alle anderen von ihrer anstrengenden Shopping- und Besichtigungsrunde um den Tegernsee bis die Reisenden pünktlich um 17:30 Uhr von Busfahrer Andreas wieder eingesammelt werden, um den Tag im Bräustüberl des Hotels in Bayrischzell ausklingen zu lassen.

Viele sind noch immer oder schon wieder hungrig und so wird auch "daheim" in Bayrischzell noch einmal kräftig zugeschlagen. Die bayrische Küche zeigt, was sie kann und macht alle Musikerinnen und Musiker satt. Nach dem guten Abendessen trinken sich die Aktiven des Vereins Mut an, um den Rest des Abends musikalisch zu gestalten. Polkas, Märsche, Walzer - alle Wünsche von Aktiven und Passiven werden erfüllt und mit viel Freude vorgetragen. Dank der Mundorgel des Musikvereins sind alle Mitfahrer textsicher und so wird bis in die Nacht musiziert, gesungen, geschunkelt und getanzt. Alle sind mit großer Begeisterung dabei. Die Musikanten spielen, was der Ansatz hergibt, und machen ihre Fans glücklich. Gemeinsam lässt die Festgesellschaft Musikermama und -gattin Judith hochleben, die an diesem Tag ihren Geburtstag feiert, und alle Mitfahrer zu einem Kaltgetränk nach Wahl einlädt. Das Lieblingsstück des Geburtstagskindes "Von Freund zu Freund" wird vom Verein gerne gespielt - inklusive besonderem Solo von Judiths Söhnen Tibor an der Posaune und Vitus an der Trompete. Gerhard, der erste Vorsitzende, freut sich, dass Judith zu vielen Gelegenheiten ihre ganze Familie an den Musikverein spendet. Auch die Liebhaber moderner Stücke kommen auf ihre Kosten, als die Musikerinnen und Musiker zum Abschluss des musikalischen Hauptteils noch einmal "Summernight Rock", "Moviestar" oder den "Helene Fischer Farbenspiel Hitmix" auflegen. Schließlich beendet Dirigent Marco, der ausnahmsweise mit der Trompete unterwegs ist, die Blasmusik mit "'s ist Feierabend". Aber ein paar rebellische Musiker, die einfach nicht auf ihren Chef hören möchten, lassen sich nicht abhalten und spielen einfach weiter. Im Wechsel mit zwei bayrischen Ureinwohnern an Akkordeon und Bierkasten, die ihren Weg in das Bräustüberl gefunden haben, werden noch viele Polkas zum Besten gegeben. Um Punkt Mitternacht gratuliert Flügelhornist und erster Vorsitzender Gerhard dann Mitfahrerin Gisela zum Geburtstag und lobt sie als weltbeste Bäckereiverkäuferin. In geselliger Runde, zu der im Verlauf des Abends auch der Bräustüberlstammtisch und andere Hotelgäste gestoßen sind, wird bis tief in die Nacht mit Judith und Gisela Geburtstag und mit dem Verein der Ausflug gefeiert.

Am nächsten Tag, Samstag, 08. Oktober 2016, sind die Augen natürlich noch nicht ganz geöffnet, als die Reisenden wieder im Bus sitzen und unter der kundigen Führung von Exilwesterwälder Bernd nach München kutschiert werden. Dort treffen wir auf eine urbayrische Fremdenführerin, die sich redlich bemüht, den verschlafenen Touristen Kultur und Geschichte der bayrischen Landeshauptstadt näherzubringen. Während die allgemeinen historischen Daten oft im Gelächter (oder im Schnarchen) untergehen, stoßen vor allem die unterschiedlichen Münchner Brauereien auf reges Interesse. Die Synagoge, die BMW-Welt, das Olympiastadion und der Park, das Maximilianeum, das Isartor, der Friedensengel, der Königsplatz mit Propyläen und Glyptothek, die Ludwigstraße und viele andere Sehenswürdigkeiten werden den Besuchern schmackhaft gemacht und sorgen trotz Müdigkeit für "Ahs" und "Ohs". Am Schloss Nymphenburg wird Station gemacht. Dort gibt es einen kleinen Spaziergang durch den Schlosspark - das Vorbild für den Garten von Posaunist Dominik - und ein Gruppenfoto. Nach der Stadtführung durch München darf die Fußgängerzone im leichten Nieselregen alleine erkundet werden. Bei zahlreichen Modehäusern, Cafés, Sehenswürdigkeiten und Brauhäusern ist für jeden etwas dabei.

Abends trifft sich die Reisegruppe im "Weissen Brauhaus im Tal" (http://www.schneider-brauhaus.de/) in der Nähe des Isartors zum gemeinsamen Abendessen. Ob bayrische Klassiker, Neuinterpretationen oder Modernes - jeder findet etwas Leckeres. Dazu wird frisch gezapftes Bier aus der hauseigenen Brauerei getrunken. Es wird gegessen und getrunken, geredet und gelacht bis die Uhr zur Abfahrt schlägt. Nach einem kurzen Spaziergang durch das abendliche München ist der Bus gefunden und die Fahrt zur Schlafstätte kann angetreten werden. Doch längst nicht alle Musikanten und Mitfahrer fallen nach dem langen Tag in die gemütlichen Betten. Einige Hartgesottene zieht es noch einmal ins Bräustüberl, wo noch einmal die abenteuerlichsten Gesänge auf's Tapet kommen. Vor allem Dirigent Marco, Klarinettist Udo und Posaunist Dominik erweisen sich als erstaunlich textsicher und stecken alle mit ihrer guten Laune an. Wann genau der letzte im Bett angekommen ist, wurde nicht überliefert...

Am Sonntag, 09. Oktober 2016, steht vor allem die Heimreise auf dem Programm. Gemeinsam werden die Koffer systematisch und mit viel Geschick im Bus verstaut, bevor ein letztes Mal das gute bayrische Frühstück genossen werden kann. Der ein oder andere sorgt für den Hunger auf der Fahrt vor und bestreicht sich als Proviant ein Brötchen mehr. Der Abschied von Klarinettist Bernd und Schlagzeuger Stephan, die auf sich allein gestellt in die süddeutschen Wohnorte reisen müssen, fällt sichtlich schwer. Aber: Bald ist ja Konzert und man sieht sich wieder. Pünktlich um 9:30 Uhr startet Busfahrer Andreas den Bus nach Langendernbach. Gelegentlich unter Einsatz von Fahrerlaubnis und hungernden Musikern wird die komplette Reisegruppe wohlbehalten in der Westerwälder Heimat abgeliefert.

Ein schöner Ausflug! Wea ko, dea ko...

Mehr Bilder unter http://musikverein-langendernbach.de/index.php/bilder/category/44-jahresausflug-2016

Konzertvorbereitungen

Viele Hände, schnelles Ende!

Erfolgreiche Konzertvorbereitungen im Musikverein Langendernbach

Seit Wochen bereiten sich die Aktiven des Musikvereins Langendernbach auf das bevorstehende Jahreskonzert "107 Jahre Musikverein - 107 Jahre Filmmusik" vor. Gestern Abend (27. Oktober 2016) bogen die Mitglieder auf die Zielgerade ein. Gemeinsam wurden in der Langendernbacher Mehrzweckhalle Tische gerückt, Böden verlegt und Bühnenteile aufgestellt, Gläser bereitgestellt, Programme gefaltet und Plakate geklebt. Nach knapp vier Stunden Arbeit kann sich die Halle nun sehen lassen: Ein stilechtes Ohrenkino erwartet das Publikum am Samstag, 29. Oktober, ab 20:00 Uhr zum Konzert.

Konzertwochenende

         

Kartoffelfest der Feuerwehr

Tolle Knolle

Musikalische Unterstützung auf dem Kartoffelfest

Das traditionelle Kartoffelfest der Freiwilligen Feuerwehr Langendernbach steht schon lange auf dem Terminplan der Musikerinnen und Musiker. Selbstverständlich fanden sich die Aktiven des Musikvereins auch in diesem Jahr am ersten Oktobersonntag am Feuerwehrgerätehaus ein, um den Liebhabern der tollen Knolle mit handgemachter Blasmusik einzuheizen. Kalter Wind und Regen konnten die hartgesottenen Fans von Reibekuchen, Kartoffelsalat und Pommes nicht von einem Besuch abhalten. So freuten sich Freiwillige Feuerwehr und Musikverein über einen kurzweiligen Tag, der auch für das nächste Jahr wieder im Kalender steht.