Jahresausflug 2016

Do legst di nieda!

Musikverein auf großer Fahrt in Bayern

Koffer, Instrumente, Jacken, Noten, Proviant - auf dem Bürgersteig zum Vereinslokal "Wäller Stuben" ist kein Durchkommen mehr. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker, passive Mitglieder und Freunde des Musikvereins Langendernbach 1909 e.V. haben sich am Donnerstag, 6. Oktober 2016, in aller Herrgottsfrühe getroffen, um gemeinsam ins schöne Bayern zu reisen. Fast pünktlich um 5:34 Uhr ist das Gepäck verstaut, jeder hat einen bequemen Platz gefunden und alle Reisenden sind bereit, sich den Ortskenntnissen von Busfahrer Andreas anzuvertrauen. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei der Bäckerei Ott in Oberzeuzheim - schließlich muss das heimische Backwerk zur Verpflegung ins ferne Bayern mitgenommen werden - geht die Fahrt gen Süden. Der fehlende Schlaf wird im hochmodernen Reisebus nachgeholt und frisch ausgeruht gehen die Musikanten ihrer zweitliebsten Beschäftigung nach: Posaunist Tibor zeigt sein Talent als Servicekraft und verpflegt die durstigen Musiker liebevoll während der gesamten Fahrt mit Getränken alles Art. Die erste Rast findet gefühlt in heimischen Gefilden statt, denn der Vorstand hat für leckeren selbstgebackenen Kuchen, Fleischwurst von Metzger Ferdi Heep und frischen Brötchen für beste Westerwälder Speisen in der Ferne gesorgt. Während der Fahrt werden schon einmal die Stimmen geölt: Da die Instrumente im Gepäckraum verstaut sind, singen die Musikerinnen, Musiker und ihre Gäste kurzerhand stimmungsvolle Polkas und Märsche. Auch dabei bleibt jeder seinem Instrument treu und singt die Melodie, die im eigenen Notentext steht.

Kurz nach der Mittagszeit wird das Zwischenziel in Waldkraiburg erreicht. Dort wartet nicht nur Klarinettist Bernd auf die Reisenden, sondern eine interessante Führung durch die Firma Miraphone. In zwei Gruppen kann der Bau von Tuben, Posaunen, Baritonen, Tenorhörnern, Euphonien, Trompeten und Flügelhörnern verfolgt und bestaumt werden. Während die Holzbläser feststellen, dass es ganz sicher nur Flügelhörner mit drei Ventilen gibt, verstehen die Blechbläser plötzlich den Preis ihrer Instrumente. Viel Handarbeit - Fingergeschick ebenso wie Muskelkraft - sind notwendig, um formvollendete Blechblasinstrumente herzustellen. Die Mitarbeiter, die die beiden Gruppen durch die Produktion führen, beantworten jede Frage und erklären mit viel Geduld alle Details. Seine bayrische Herkunft leugnet besonders einer der beiden nicht und so ist der Schnellkurs "Bayrisch für Musiker" im Programm enthalten. Wir erfahren, wie Schoallstickerl hergestellt werden, und dass bei Miraphone momentan vier Lehrbuam und ein Lehrdirndl ihre Ausbildung machen. Der Versuch von Dirigent Marco, dem jungen Mann einige Instrumente für den Vereinsgebrauch abzuschwatzen, führt zu aberwitzigen Vorschlägen, um das firmeneigene Sicherheitssystem zu umgehen. Vom Rausfeilen der Seriennummer über den Ausgang durch das Fenster bis zum Einschleusen eines Instrumententesters werden alle Ideen heiß diskutiert und dann doch wieder verworfen. Schließlich werden die Musiker auf der Bühne gebraucht... Zum Abschluss erhält die Reisegruppe noch interessante Informationen zur Firmengeschichte, Miraphone feiert im Jahr 2016 sein siebzigstes Jubiläum. Im Schauraum von Miraphone werden schließlich noch fleißig Trompeten und Posaunen ausprobiert bis der Kaffeedurst überhand nimmt. Nach einem Gruppenfoto, auf das tatsächlich alle Mitreisenden und einige Instrumente passen, geht die Fahrt weiter. Auf einer landschaftlich reizvollen Route entlang des Inn bringt uns Busfahrer Andreas zielsicher nach Bayrischzell in das Hotel zur Post (http://www.zur-post-bayrischzell.de/).

Die Zimmerverteilung geht dank bester Organisation von Seiten des Hotels so schnell vonstatten, dass die Reisenden schon bald in den gemütlichen Teil des Tages starten können. Ein leckeres Drei-Gänge-Menü bildet den Auftakt zum ersten Abend im Hotel. Eine heiße Griesnockerlsuppe, Schweinebraten mit Jägersoße und Kasspatzn und Bayrische Topfencreme mit Beeren machen die Musiker und ihre Fans satt und glücklich. Gut gekühltes Bier aus dem schönen Bayern macht das gemeinsame Abendessen noch schmackhafter. Nach dem Essen wird in das Bräustüberl des Hotels umgezogen, wo der Abend bei Bier, Gesang und guter Stimmung ausklingt.

Am Freitag, 7. Oktober 2016, startet der Tag deutlich gemütlicher als der Anreisetag. Nach einem nahrhaften bayrischen Frühstück geht die Fahrt gegen 10:00 Uhr nach Bad Wiessee. Auf dem Weg dorthin wurden die wanderfreudigen passiven und aktiven Vereinsmitglieder unter der professionellen Führung von Klarinettist Bernd in der bayrischen Wildnis ausgesetzt, mit dem Ziel die Alpen zu überqueren. Gemeinsam machen sich die Wagemutigen auf eine leichte Tour zum Tegernsee. Der Rest der Reisegruppe verbringt den Tag gemütlich rund um den Tegernsee, besucht die Orte Bad Wiessee, Rottach-Egern und Tegernsee und bewundert vom Wasser aus die - etwas neblige - Aussicht auf die Alpen. In kleinen Grüppchen werden Cafés, Trachtengeschäfte und Brauhäuser unsicher gemacht und die wunderschönen Uferbereiche erkundet. Von der Wandergruppe gibt es dank neuer Medien auch im Tagesverlauf immer wieder bildliche Lebenszeichen. Am späten Nachmittag sind die Wanderer zurück - müde und erschöpft, aber mindestens genauso glücklich und stolz, dass sie ohne größere Verluste die doch nicht so leichte Wanderung geschafft haben. Im Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee (https://www.braustuberl.de/) erholen die Wanderer sich bei guten Brauhausbier und deftigen Gerichten von ihrer Tour durch die Berge und alle anderen von ihrer anstrengenden Shopping- und Besichtigungsrunde um den Tegernsee bis die Reisenden pünktlich um 17:30 Uhr von Busfahrer Andreas wieder eingesammelt werden, um den Tag im Bräustüberl des Hotels in Bayrischzell ausklingen zu lassen.

Viele sind noch immer oder schon wieder hungrig und so wird auch "daheim" in Bayrischzell noch einmal kräftig zugeschlagen. Die bayrische Küche zeigt, was sie kann und macht alle Musikerinnen und Musiker satt. Nach dem guten Abendessen trinken sich die Aktiven des Vereins Mut an, um den Rest des Abends musikalisch zu gestalten. Polkas, Märsche, Walzer - alle Wünsche von Aktiven und Passiven werden erfüllt und mit viel Freude vorgetragen. Dank der Mundorgel des Musikvereins sind alle Mitfahrer textsicher und so wird bis in die Nacht musiziert, gesungen, geschunkelt und getanzt. Alle sind mit großer Begeisterung dabei. Die Musikanten spielen, was der Ansatz hergibt, und machen ihre Fans glücklich. Gemeinsam lässt die Festgesellschaft Musikermama und -gattin Judith hochleben, die an diesem Tag ihren Geburtstag feiert, und alle Mitfahrer zu einem Kaltgetränk nach Wahl einlädt. Das Lieblingsstück des Geburtstagskindes "Von Freund zu Freund" wird vom Verein gerne gespielt - inklusive besonderem Solo von Judiths Söhnen Tibor an der Posaune und Vitus an der Trompete. Gerhard, der erste Vorsitzende, freut sich, dass Judith zu vielen Gelegenheiten ihre ganze Familie an den Musikverein spendet. Auch die Liebhaber moderner Stücke kommen auf ihre Kosten, als die Musikerinnen und Musiker zum Abschluss des musikalischen Hauptteils noch einmal "Summernight Rock", "Moviestar" oder den "Helene Fischer Farbenspiel Hitmix" auflegen. Schließlich beendet Dirigent Marco, der ausnahmsweise mit der Trompete unterwegs ist, die Blasmusik mit "'s ist Feierabend". Aber ein paar rebellische Musiker, die einfach nicht auf ihren Chef hören möchten, lassen sich nicht abhalten und spielen einfach weiter. Im Wechsel mit zwei bayrischen Ureinwohnern an Akkordeon und Bierkasten, die ihren Weg in das Bräustüberl gefunden haben, werden noch viele Polkas zum Besten gegeben. Um Punkt Mitternacht gratuliert Flügelhornist und erster Vorsitzender Gerhard dann Mitfahrerin Gisela zum Geburtstag und lobt sie als weltbeste Bäckereiverkäuferin. In geselliger Runde, zu der im Verlauf des Abends auch der Bräustüberlstammtisch und andere Hotelgäste gestoßen sind, wird bis tief in die Nacht mit Judith und Gisela Geburtstag und mit dem Verein der Ausflug gefeiert.

Am nächsten Tag, Samstag, 08. Oktober 2016, sind die Augen natürlich noch nicht ganz geöffnet, als die Reisenden wieder im Bus sitzen und unter der kundigen Führung von Exilwesterwälder Bernd nach München kutschiert werden. Dort treffen wir auf eine urbayrische Fremdenführerin, die sich redlich bemüht, den verschlafenen Touristen Kultur und Geschichte der bayrischen Landeshauptstadt näherzubringen. Während die allgemeinen historischen Daten oft im Gelächter (oder im Schnarchen) untergehen, stoßen vor allem die unterschiedlichen Münchner Brauereien auf reges Interesse. Die Synagoge, die BMW-Welt, das Olympiastadion und der Park, das Maximilianeum, das Isartor, der Friedensengel, der Königsplatz mit Propyläen und Glyptothek, die Ludwigstraße und viele andere Sehenswürdigkeiten werden den Besuchern schmackhaft gemacht und sorgen trotz Müdigkeit für "Ahs" und "Ohs". Am Schloss Nymphenburg wird Station gemacht. Dort gibt es einen kleinen Spaziergang durch den Schlosspark - das Vorbild für den Garten von Posaunist Dominik - und ein Gruppenfoto. Nach der Stadtführung durch München darf die Fußgängerzone im leichten Nieselregen alleine erkundet werden. Bei zahlreichen Modehäusern, Cafés, Sehenswürdigkeiten und Brauhäusern ist für jeden etwas dabei.

Abends trifft sich die Reisegruppe im "Weissen Brauhaus im Tal" (http://www.schneider-brauhaus.de/) in der Nähe des Isartors zum gemeinsamen Abendessen. Ob bayrische Klassiker, Neuinterpretationen oder Modernes - jeder findet etwas Leckeres. Dazu wird frisch gezapftes Bier aus der hauseigenen Brauerei getrunken. Es wird gegessen und getrunken, geredet und gelacht bis die Uhr zur Abfahrt schlägt. Nach einem kurzen Spaziergang durch das abendliche München ist der Bus gefunden und die Fahrt zur Schlafstätte kann angetreten werden. Doch längst nicht alle Musikanten und Mitfahrer fallen nach dem langen Tag in die gemütlichen Betten. Einige Hartgesottene zieht es noch einmal ins Bräustüberl, wo noch einmal die abenteuerlichsten Gesänge auf's Tapet kommen. Vor allem Dirigent Marco, Klarinettist Udo und Posaunist Dominik erweisen sich als erstaunlich textsicher und stecken alle mit ihrer guten Laune an. Wann genau der letzte im Bett angekommen ist, wurde nicht überliefert...

Am Sonntag, 09. Oktober 2016, steht vor allem die Heimreise auf dem Programm. Gemeinsam werden die Koffer systematisch und mit viel Geschick im Bus verstaut, bevor ein letztes Mal das gute bayrische Frühstück genossen werden kann. Der ein oder andere sorgt für den Hunger auf der Fahrt vor und bestreicht sich als Proviant ein Brötchen mehr. Der Abschied von Klarinettist Bernd und Schlagzeuger Stephan, die auf sich allein gestellt in die süddeutschen Wohnorte reisen müssen, fällt sichtlich schwer. Aber: Bald ist ja Konzert und man sieht sich wieder. Pünktlich um 9:30 Uhr startet Busfahrer Andreas den Bus nach Langendernbach. Gelegentlich unter Einsatz von Fahrerlaubnis und hungernden Musikern wird die komplette Reisegruppe wohlbehalten in der Westerwälder Heimat abgeliefert.

Ein schöner Ausflug! Wea ko, dea ko...

Mehr Bilder unter http://musikverein-langendernbach.de/index.php/bilder/category/44-jahresausflug-2016

Kartoffelfest der Feuerwehr

Tolle Knolle

Musikalische Unterstützung auf dem Kartoffelfest

Das traditionelle Kartoffelfest der Freiwilligen Feuerwehr Langendernbach steht schon lange auf dem Terminplan der Musikerinnen und Musiker. Selbstverständlich fanden sich die Aktiven des Musikvereins auch in diesem Jahr am ersten Oktobersonntag am Feuerwehrgerätehaus ein, um den Liebhabern der tollen Knolle mit handgemachter Blasmusik einzuheizen. Kalter Wind und Regen konnten die hartgesottenen Fans von Reibekuchen, Kartoffelsalat und Pommes nicht von einem Besuch abhalten. So freuten sich Freiwillige Feuerwehr und Musikverein über einen kurzweiligen Tag, der auch für das nächste Jahr wieder im Kalender steht.

Geburtstagsständchen für Helene Helm

Geburtstagsständchen mit Familie

Aktive Musiker gratulieren Helene Helm zum 70. Geburtstag

Die aufziehenden Regenwolken spielten die Musikerinnen und Musiker mit ihrem Geburtstagsständchen einfach weg, sodass die Gäste von Helene Helm noch lange den Abend genießen konnten. Anlässlich des 70. Geburtstages von Helene fanden sich die Aktiven am Ortsrand ein und gratulierten musikalisch. Mit dem "Böhmischen Traum" und der Slavonicka-Polka konnten viele Gäste zum Klatschen, Singen und Schunkeln animiert werden. Die 2. Vorsitzende Tanja Fritz überreichte Helene im Namen aller Musikanten ein kleines Geschenk und dankte für die Verbundenheit mit der Blasmusik und das häufige Teilen der Familie mit dem Musikverein, schließlich spielen der Schwiegersohn und drei Enkelkinder mit. Nach dem Lieblingslied des Geburtstagskindes "Auf der Vogelwiese" war der offizielle Teil des Ständchens eigentlich zu Ende, doch eine sehr junge Besucherin forderte mehr Blasmusik. Und da der Musikverein solch junge Fans nicht vergraulen möchte, wurde zum Abschluss "Egerland - Heimatland" aufgelegt, bevor es zum gemütlichen Teil überging.

Globus-Oktoberfest

Goldenes Oktoberfest

Musikverein besucht das Oktoberfest des Limburger Globus-Marktes

Strahlender Sonnenschein, der Blick auf den Limburger Dom und gute Blasmusik - Was braucht es mehr für einen gelungenen Samstagnachmittag? Der Musikverein Langendernbach 1909 e.V. besuchte am 24. September das Oktoberfest des Limburger Globus-Marktes, um die Besucher mit Polkas, Märschen und Walzern zu erfreuen. In feschem Dirndl und zünftiger Lederhose stimmten sich die Musikerinnen und Musiker auf den bevorstehenden Ausflug ins Bayrische ein. Auch ohne Dirigent Marco Heibel, der schmerzlich vermisst wurde, brachten die Aktiven Stimmung auf das Oktoberfest. Carsten Form führte in bewährt leichter Art mit flotten (Trink-)Sprüchen durch das Programm, Udo Jung und Bernd Tögel erfreuten das Publikum mit ihrem Gesang. Ein rundum gelungener Nachmittag!

Offene Probe

Unterm Sternenhimmel

Offene Probe zur Konzertvorbereitung

Bei fast 30 °C trafen sich die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Langendernbach 1909 e.V. heute Abend zu einer ganz besonderen Probe. Nicht nur der ungewöhnliche Termin, auch der Ort war nicht der übliche. Im Park hinter der Pfarrkirche St. Matthias wurden Stühle, Lampen und Notenständer aufgestellt, Instrumente zusammengebaut und so konnte Dirigent Marco Heibel erstmals eine Probe unter freiem Himmel halten. Die Konzertvorbereitungen für das Jahreskonzert am 29. Oktober lockte auch einige Zuhörer zwischen vier und siebzig Jahren in den Pfarrgarten, die der Filmmusik lauschten. Eine gelungene Probe, so das Fazit des Abends, die gerne wiederholt werden darf.