Dirigent


der vorne steht und alles kann.
Er kennt den Takt und auch den Rhythmus
und weiß, wenn alles schneller mit muss.
Er kennt den Anfang und den Schluss
und auch beim Defilee den Gruß.
Er kennt das Stück, die Partitur
und dirigiert die Schlagfigur.
Fast so schön wie der Karajan.
Auch ist er ständig voll Elan
und bei den Proben geistig fit.
Nur zum Wirt geht er nie mit,
denn ein Maestro braucht den Geist,
der keinesfalls ein Prosit heißt.
Er trinkt kein Bier und keinen Wein,
hat keine Freunde, ist allein.
Er liebt nur eines, die Musik
und findet so sein Lebensglück.
Ein armer Mensch, der Dirigent,
der niemals in ein Wirtshaus rennt.
Bei der Blasmusik, wär das zum Weinen.
Doch zum Glück kenn ich da keinen
K.- J. Weber

Marco Heibel